Aus Erfahrung Mut

Zwei Quadratmeter Haut sind das größte und vielseitigste Organ des Menschen – und leider auch Angriffspunkt für die unterschiedlichsten Krankheitsbilder. Die überregional aktive Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Erkrankten und deren Angehörigen Beratung und Orientierung zu bieten. Und zwar persönlich, vertraulich, kompetent und kostenfrei. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die unter chronischen oder durch den Beruf ausgelösten Hauterkrankungen sowie den verschiedenen Formen von Hautkrebs leiden.

Die Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. ist außerordentliches Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) / Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW / Mitglied in der Krebsgesellschaft Nordrhien-Westfalen e.V. / Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Präventionsforschung und -praxis e.V..

Bindeglied zwischen Arzt und Patient

Um es ganz klar zu sagen: Die Selbsthilfegemeinschaft Haut ersetzt dabei nicht den Arzt, ihre Leistungen berühren in keiner Weise vertragsärztliche Tätigkeiten. Sie versteht sich vielmehr als Bindeglied zwischen Patienten und Medizinern, das Menschen in oft genug verzweifelter Lage mit Rat und Tat unterstützt und zum eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Krankheit ermutigt. Im Schulterschluss mit den behandelnden Ärzten möchten sich die Helfer für einen günstigen Krankheitsverlauf engagieren. Bei vielen spezifischen Fragestellungen ermöglichen sie darüber hinaus den Kontakt zu Sachverständigen, die zeitnah und zielführend Lösungsansätze aufzeigen können.

Neben der Hilfe zur Selbsthilfe hat sich die Organisation aber auch auf die Fahne geschrieben, die Interessen der Erkrankten in der Gesellschaft zu vertreten, über deren Probleme aufzuklären und öffentlich um Akzeptanz für die in vielen Fällen sichtbar gezeichneten Patienten zu werben – unter anderem mit Telefonaktionen und entsprechender Medienarbeit. Zudem zeigt sie Lücken in der Versorgung chronischer Fälle auf und setzt sich für entsprechende Verbesserungen im Gesundheitssystem ein. Der Fachöffentlichkeit stellt sich die Selbsthilfegemeinschaft regelmäßig bei medizinischen Kongressen, Messen und selbst organisierten dermatologischen Fachtagungen vor. Und: Letztlich will man natürlich immer mehr Menschen dafür begeistern, sich auf Basis der eigenen Erfahrungen als Mitglied der Selbsthilfegemeinschaft Haut für andere Erkrankte zu engagieren.

Eine ausführliche Beschreibung unserer Leistungen finden Sie in unserem Positionspapier.

Vertraulich und persönlich

Anlaufstelle für eine erste Kontaktaufnahme und telefonische Beratung ist die Geschäftsstelle der Selbsthilfegruppe Haut. Dort erhalten alle Interessierten auch einen Überblick über die konkreten Hilfsangebote, die in Form von Gemeinschaftsabenden oder einer individuellen Selbsthilfesprechstunde stattfinden. Letztere bietet Menschen, die sich nicht in größerer Runde über ihre Krankheit äußern möchten, einen geschützten Raum und einen persönlichen Gesprächspartner, dem sie sich anvertrauen können. In größerem Rahmen informiert die Selbsthilfegemeinschaft bei Fachvorträgen und Gesundheitsseminaren zu aktuellen Themenbereichen rund um die unterschiedlichen Hauterkrankungen.

Die Fragen, die den Mitarbeitern der Selbsthilfegemeinschaft gestellt werden, sind dabei so vielfältig wie die Hauterkrankungen selbst. Wie gehe ich am besten mit meinen individuellen Symptomen um? Wie und mit welchen Hilfsmitteln kann ich den Alltag am besten bewältigen? Gibt es einen Facharzt, der sich auf mein persönliches Krankheitsbild spezialisiert hat? Wo bekomme ich qualifiziertes Informationsmaterial über meine Erkrankung? Wie lerne ich, die Krankheit zu akzeptieren? Welche rechtliche Folgen können aus meiner Situation erwachsen? Wo ist der richtige Kurort für mich und mein Problem? In diesen und anderen relevanten Punkten bieten die Gesprächspartner und Gemeinschaftsrunden Rat und Zuspruch. Durch den Einsatz der Sachverständigen gibt es zudem bei aus der Erkrankung resultierenden sozial- und arbeitsrechtlichen Fragen oder bei Anträgen an Krankenkassen und Berufsgenossenschaften konkrete Unterstützung.